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08.08.2019

Geplanter Flächenbrand: Feuerwehr probt den Ernstfall

Auf einem rund 2.500m² großen Feld zwischen Seesen und Bornhausen wird die Übung stattfinden.

Die Führungskräfte der Feuerwehren aus Seesen und Rhüden führen am Freitag, den 09.08.2019, im Rahmen eines Lehrgangs eine Flächenbrandübung durch. An der B243 in Richtung Bornhausen wird ein Feld von einer Größe von rund 2.500m² kontrolliert abgebrannt. „Es besteht kein Grund zur Sorge, da die Feuerwehr vor Ort ist“, erklärt Uwe Zimmermann, Fachbereichsleiter Ordnung der Stadt Seesen. Zwischen 13 und 15 Uhr wird das Feld an der B243 angezündet. In dieser Zeit kann es in dem Bereich zu einer verstärkten Rauchentwicklung kommen.

„Aufgrund der vermehrt auftretenden Vegetationsbränden ist eine entsprechende Schulung unerlässlich“, so Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke. „Bei dieser Art von Bränden spielen viele Faktoren eine große Rolle, wie zum Beispiel Wind. Wir müssen darauf achten, nicht nur uns, sondern auch unsere Fahrzeuge optimal zu schützen.“ Aus diesem Grund hat Timo Hurlemann, Ortsbrandmeister in Rhüden, einen entsprechenden Lehrgang organisiert. „Wir lesen inzwischen fast täglich in der Presse von Vegetationsbränden. Darauf müssen wir uns einstellen und zum Beispiel unser Equipment umstellen“, so Hurlemann. Theoretisch wären geländetaugliche Einsatzfahrzeuge nötig. „Aber es geht auch mit kleineren Fahrzeugen und weniger Wasser.“ Zum Beispiel mit sogenannten Löschrucksäcken: Die Einsatzkräfte tragen den Rucksack mit rund 20 Litern Wasser auf dem Rücken und können einen Flächenbrand so auch per Hand bekämpfen, und zwar wesentlich flexibler.

Der Umgang mit der neuen Ausrüstung wird in dem achtstündigen Lehrgang vom Waldbrandteam aus Vechelde erklärt. Der Verein für Wald- und Flächenbrandbekämpfung ist weltweit im Einsatz und besteht aus Feuerwehrmitgliedern aus ganz Deutschland. Finanziert wurde der 1.000 Euro teure Lehrgang zum Großteil aus Spendengeldern. „Das ist quasi die Auftaktveranstaltung. Wir möchten in weiteren Lehrgängen möglichst viele Mitglieder aller Ortsfeuerwehren schulen“, sagt Jürgen Warnecke. Damit die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorbereitet sind und optimal reagieren können.

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