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Im Fokus
Auf diesen Moment hat Johannes Steingrüber sein gesamtes Berufsleben hingearbeitet. Das von ihm geführte Restaurant „Harzfenster“ wurde vom Michelin Guide mit einem Stern ausgezeichnet. In Anerkennung dieser außergewöhnlichen Leitung lud Bürgermeister Erik Homann den Spitzenkoch ein, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Nicht nur gehobene Gastronomie, sondern absolute Extraklasse – wer es in die Liste der Michelin-Küche schafft, bietet seinen Gästen eine Menükarte, die zwischen Zunge und Gaumen ein wahres Feuerwerk der Sinne abfackelt. Auf diesem Niveau zu kochen lernt man nicht nebenbei. Das gilt auch für Ausnahmekoch Johannes Steingrüber. Im Alter von 16 Jahren hat er seine Lehrzeit begonnen und vom ersten Arbeitstag an alles gegeben. Er hat Doppelschichten absolviert, Überstunden nicht notiert, Weiterbildungen besucht, von den Besten gelernt – war ständig auf der Suche nach Perfektion.
2023 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und eröffnete das Restaurant Harzfenster im Hotel Görtler. Drei weitere Jahre sollte es dauern, bis er die Aufmerksamkeit der Testesser auf sich ziehen konnte. Im April kam dann ein Gast, bei dem die Hinweise sich verdichteten, dass er ein Juror des berühmten Michelin-Guides sein könnte. Eine Extrawurst habe der Gast deshalb aber nicht bekommen. „Ich behandele alle Gäste gleich“, sagt Johannes Steingrüber. „Bei uns soll sich jeder wohlfühlen.“
Vor wenigen Tagen erfolgte dann die Einladung zur Michelin-Gala nach Frankfurt, wo dem Restaurant Harzfenster der Stern verliehen wurde. „Ich konnte es kaum fassen“, erinnert sich Johannes Steingrüber. Die nächsten zwei Tage sei er so sehr von seinen Emotionen übermannt gewesen, dass er gar nicht kochen konnte.
Mittlerweile steht er wieder am Herd und hat auch schon Pläne für die Zukunft. Er will den zweiten Stern nach Seesen holen und die Sehusa-Stadt zu einem Mekka der Gourmets dieser Welt machen. Denn diese, so weiß er aus Erfahrung, nehmen für ein exquisites Dinner auch gern mal ein paar Kilometer in Kauf. So könnte Seesen in Hamburg, Berlin, Köln und München eine bekannte Adresse werden. Das „Harzfenster“ am Fenster zum Harz.
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